Eine persönliche Bewertung braucht Daten der tatsächlichen Anlage.
Die Werte auf der Startseite sind ausdrücklich gekennzeichnete Beispieldaten. Eine belastbare Empfehlung entsteht erst, wenn Zeitreihen des jeweiligen Anlagenanbieters erfolgreich eingelesen und geprüft wurden. Ohne Originaldaten gibt weiterPV keine persönliche Dimensionierung aus.
Sieben Schritte – immer in derselben Reihenfolge
Originaldaten übernehmen
Die persönliche Analyse startet mit Zeitreihen aus dem Portal oder Gerät des jeweiligen Anlagenanbieters. Je nach Hersteller erfolgt der Zugriff über eine offizielle Schnittstelle, einen lokalen Nur-Lese-Agenten oder einen geprüften Originalexport.
Datenqualität prüfen
Zeitstempel, Einheiten, Zeitzonen, Messintervalle, Lücken und Energiebilanzen werden kontrolliert. Fehlende Werte werden nicht unbemerkt erfunden. Die Auswertung zeigt, welche Zeiträume belastbar sind und wo Unsicherheit verbleibt.
Normalbetrieb bestimmen
Urlaub, Leerstand, Anlagenfehler, Abregelung oder ungewöhnliche Verbraucher bleiben sichtbar, werden aber gesondert bewertet. Nutzer bestätigen den Kontext. So wird ein Sonderjahr nicht versehentlich zur Grundlage einer langfristigen Investition.
Zukunftsbedarf ergänzen
Geplante Verbraucher wie E-Auto, Wärmepumpe oder Klimatisierung werden als eigene Annahmen ergänzt. Messwerte und Zukunftsannahmen bleiben strikt getrennt und werden im Ergebnis kenntlich gemacht.
Varianten im selben Zeitraster simulieren
Mehr PV-Leistung, zusätzliche Speicherkapazität und Kombinationen durchlaufen denselben zeitlichen Backtest. Dabei werden unter anderem Ladezustand, Lade- und Entladeleistung, Wirkungsgrad, Begrenzungen, Eigenverbrauch, Netzbezug und Einspeisung berücksichtigt.
Technik und Wirtschaft vergleichen
Jede Variante erhält vergleichbare Kennzahlen: vermiedener Netzbezug, zusätzlicher Eigenverbrauch, Autarkie, Speicherzyklen, nutzbarer Überschuss, Investition, laufende Kosten, Ertrag und Amortisationskorridor.
Empfehlung mit Begründung ausgeben
Die Rangfolge folgt dem gewählten Ziel – zum Beispiel Wirtschaftlichkeit, Autarkie oder Robustheit. Das Ergebnis nennt nicht nur die beste Variante, sondern auch die ausschlaggebenden Messwerte, Annahmen, Risiken und Alternativen.
Was wird gegeneinander gerechnet?
Bestand
Was passiert voraussichtlich, wenn die Anlage unverändert weiterläuft?
Mehr Photovoltaik
Welche zusätzliche Erzeugung kann zeitgleich genutzt, gespeichert oder eingespeist werden?
Mehr Speicher
Wie oft würde zusätzliche Kapazität tatsächlich geladen und wirtschaftlich genutzt?
Kombination
Erzeugt mehr PV genügend zusätzlichen Überschuss, um einen größeren Speicher sinnvoll auszulasten?
Aktuell nichts investieren
Liefert der unveränderte Bestand unter realistischen Annahmen den besseren wirtschaftlichen Wert als jede Erweiterung?
Alle Varianten sehen dasselbe Verbrauchsprofil, dieselben Wetter- und Tarifannahmen sowie denselben Betrachtungszeitraum. Dadurch bleibt der Vergleich fair. Konkrete Modellparameter, technische Grenzen und Preisannahmen werden versioniert; sensible Implementierungsdetails des Rechenkerns werden nicht veröffentlicht.
Die Empfehlung entsteht vor dem Verkauf.
Hersteller, Installateure und Vermittlungsvergütungen dürfen das technische Ranking nicht verändern. Die Berechnung verwendet neutrale Leistungsparameter und keine bevorzugten Markennamen.
- Gleiche Regeln: Identische Messwerte führen bei identischen Annahmen zum gleichen Ergebnis – unabhängig vom Herstellerlogo.
- Klare Trennung: Berechnung, Partnervermittlung und Werbung werden technisch und in der Darstellung getrennt.
- Keine Provisionsgewichtung: Eine höhere Vergütung darf weder Szenario-Score noch Rangfolge verbessern.
- Reproduzierbar: Datenstand, Annahmen und Version des Rechenkerns werden zum Ergebnis gespeichert.
- Erklärbar: Nutzer sehen, welche Faktoren für oder gegen mehr PV, mehr Speicher, die Kombination oder eine vorerst unveränderte Anlage sprechen.
Welche Rolle spielt künstliche Intelligenz?
Die Dimensionierung und Rangfolge werden durch deterministische Algorithmen und nachvollziehbare Simulationen erzeugt. Generative KI entscheidet nicht, welche Investition empfohlen wird, und erzeugt keine fehlenden Messwerte.
KI kann künftig dabei helfen, Erläuterungen verständlicher zu formulieren oder Dokumente zu strukturieren. Die zugrunde liegenden Kennzahlen, Szenarien und Scores stammen jedoch aus dem versionierten Rechenkern. So bleibt jedes Ergebnis überprüfbar.
Was die Berechnung nicht ersetzt
Die Datenanalyse ist eine fundierte Entscheidungsvorbereitung. Vor der Umsetzung müssen ein Fachbetrieb und gegebenenfalls der Netzbetreiber Dachfläche, Statik, Stringplanung, Schutzkonzept, Zählerplatz, Wechselrichterkompatibilität und regulatorische Vorgaben prüfen. Kosten, Tarife und Förderungen können sich ändern und werden deshalb als datierte Annahmen ausgewiesen.
Methodikstand: 8. August 2026 · Änderungen am Rechenkern werden versioniert.